Studiertipps Allgemein

Weitere Studiertipps speziell für Erstsemestrige findest du hier.


Grundsätzlich ist das Bologna-System durch seinen dichten Stundenplan und die Anwesenheitspflicht in vielen Seminaren nicht auf Teilzeitstudierende ausgelegt. Wer sich davon nicht abschrecken lassen will, muss in der Regel mit einer entsprechenden Verlängerung seiner Studienzeit rechnen. Es gibt natürlich Fälle von Studierenden, die zu einem 70-80% Pensum das Studium in der Regelzeit absolvieren.

Für alle anderen hier ein paar Tipps:

  • Arbeitgeber, die flexible Arbeitszeiten erlauben sowie Wochenend- oder Abendjobs erleichtern den Besuch der Vorlesungen.
  • Im Notfall muss halt bei Veranstaltungen ohne Anwesenheitspflicht auf den Besuch verzichtet werden. Mit den Folien ist es in der Regel gut möglich, den Stoff zu lernen, bei Fragen können die Podcasts angesehen werden. Trotzdem sollte das die Ausnahme bleiben, da der Austausch mit den Studienkolleginnen und -kollegen eine wertvolle Hilfe beim Lernen sein kann.
  • Im Aufbaustudium können diverse Module frei gebucht werden. Ein Modul das laut Regel-Curriculum eigentlich für das 5. Semester vorgesehen wäre, könnte auch schon im 3. Semester gebucht werden. Aber Achtung, Buchungsvoraussetzungen prüfen nicht vergessen, die freie Buchung ist nicht für alle Module möglich!
  • Je nach Aufwand der Module ist es vielleicht sinnvoll, statt die vollen 30 KP pro Semester deutlich weniger zu machen.
  • Falls das Nebenfach viele vereinzelte Module mit wenigen KP anbietet, ist es vielleicht sinnvoll, das Nebenfach in einem Zusatzsemester oder Zusatzjahr abzuschliessen.


Neben dem ganzen Bürozubehör ist es zu empfehlen, zu Beginn des Studiums eine gute Internetleitung und einen Farblaserdrucker anzuschaffen. Auch empfiehlt sich ein gut tragbares Notebook.

Gute Internetleitung

Die Professoren stellen ihre in der Vorlesung vorgestellten Folien in der Regel ins OLAT (Online Learning And Training, wird ausführlich in den ersten Vorlesungen erklärt), und diese Dateien sind unter Umständen mehrere MB gross. Viele Vorlesungen werden auch als Podcasts zur Verfügung gestellt. Eine ordentliche Internetverbindung erleichtert die Nutzung dieser Angebote.

Farblaserdrucker

Im Assessmentmodul Biopsychologie müssen unter anderem diverse Hirnareale gelernt werden. Diese in schwarz-weiss auszudrucken macht keinen Sinn. Ein Farblaserdrucker ist zwar in der Anschaffung etwas teurer, druckt aber schöner, schneller und ergiebiger als ein Tintenstrahldrucker.

Notebooks

Für das Studium ist ein Notebook sehr praktisch. Sei es nur für Gruppenarbeiten und Vorträge, oder auch um Notizen in den Vorlesungen direkt in den digitalisierten Folien zu machen. Schon ab dem dritten Semester braucht man auf jeden Fall eines, da man dann lernt, mit Statistikprogrammen wie SPSS und R umzugehen. Empfehlenswerte Angebote für Studierende gibt es das ganze Jahr über auf fruitstore.ch.

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Kurz vor den Assessmentprüfungen und du merkt plötzlich, dass dir die verbliebene Zeit nicht mehr für eine seriöse Vorbereitung reicht?

Don’t Panic.

Hier ein paar Tipps, was du tun kannst:

  • Sieh dir die alten Prüfungen genau an. Versuche ein Gefühl dafür zu bekommen, wie der Professor seine Fragen stellt, welche Sachen ihm wichtig sind. Konzentriere dich auf diese Schwerpunkte.
  • Versuche, die alten Prüfungen soweit möglich auswendig zu lernen.
  • Mache dir klar, was du bereits gelernt hast (evtl. Umsortieren der Unterlagen, Haufen mit „Das kann ich schon“ und „Das muss ich noch lernen“).
  • Mach dir klar, dass du nicht 100% der Antworten richtig wissen kannst und musst, um die Prüfung zu bestehen.
  • Konzentriere dich auf das Assessmentmodul, für das du dich besser vorbereitet fühlst. Nimm in Kauf, das andere wiederholen zu müssen und nütze das Zusatzjahr, um im Nebenfach einige Seminare zu belegen.

Was frühzeitig gemacht werden sollte:

  • Achte darauf, Ordnung in deinen Unterlagen zu haben. Druck die Folien rechtzeitig aus, übertrage Notizen etc. Nichts frisst mehr wertvolle Zeit, als die Unterlagen noch sortieren und Informationen suchen zu müssen.
  • Experimentiere am Anfang mit verschiedenen Lernformen. Vielleicht lernst du mit Mindmaps statt mit Zusammenfassungen besser? Statt selbst Zusammenfassungen zu schreiben, helfen dir vielleicht jene aus dem Skriptshop beim lernen?
  • Falls dir deine Prüfungsangst bereits bekannt ist, melde dich frühzeitig bei der Psychologischen Beratungsstelle der Uni ZH und ETH. Die Mitarbeitenden können dir Entspannungsübungen, Lerntechniken und vieles mehr zeige, damit du dich sinn- und wirkungsvoll auf die Prüfungen vorbereiten und diese einigermassen entspannt absolvieren kannst.
  • Die Winter-Semesterferien unbedingt nutzen, um den Stoff aus dem ersten Semester aufzuarbeiten!


Du trägst dich mit dem Gedanken, ein Semester im Ausland zu absolvieren? Dann solltest du einige wichtige Punkte beachten:

  • Wenn du mit einem Programm der Uni (ERASMUS, ISEP oder andere Abkommen) gehst, zahlst du lediglich die Studiengebühren der Universität Zürich statt der (meist höheren) Gebühren der ausländischen Uni.
  • Wenn du allerdings mit einem dieser Programme gehen möchtest, musst du dich bereits zwischen Januar und Februar für das ganze akademische Jahr anmelden.
    Beispiel: Du möchtest im FS11 ein Auslandsemester machen. Im Januar/Februar 2010 muss die Anmeldung für HS10 und FS11 erfolgen.
  • Viele englischsprachige Unis, vor allem die amerikanischen, verlangen den TOEFL als Nachweis für ausreichende Englischkenntnisse. Dieser muss rechtzeitig gemacht werden. Achtung: Der TOEFL hat ein Verfalldatum von zwei Jahren!
    Um deine Englischkenntnisse für TOEFL und dergleichen zu testen, kannst du den kostenlosen Englisch-Online-Test der EF-Sprachschule verwenden. Hier findest du ihn.
  • Grundsätzlich solltest du sich seeeehr früh mit deinem Auslandaufenthalt beschäftigen. Eine Betroffene verglich das Zusammensuchen der Informationen mit jenem Asterix & Obelix-Film, in dem die beiden ein Formular an den richtigen Schalter bringen müssen und ständig von Schalter zu Schalter geschickt werden. Ihr Tipp: Die Infos im Internet selber suchen oder am besten gleich mit der Universität im Ausland Kontakt aufnehmen und nachfragen.
  • Es lohnt sich ausserdem, ungefähr ein Jahr vor dem Aufenthalt mit der zuständigen Studienberatung (Bachelor: Heike Bull; Master: Liliana Vas) einen Termin vereinbaren, um mit ihnen ihre Studienplanung zu besprechen. Die frühzeitige Planung ist vor allem im Bachelor wichtig, da dort vier 2-semestrige Module absolviert werden müssen, die oft im Ausland nicht durch äquivalente Leistungen ersetzen werden können. Dies betrifft vor allem das Modul „160 Psychologische Methoden – Datenerhebung, Analyse und Darstellung“, weil dieses häufig keine äquivalenten Entsprechungen an ausländischen Universitäten hat.
    Die Studienberatung empfiehlt daher allen Studierenden, die ein Auslandssemester planen, das Modul 160 um zwei Semester vorzuziehen. D.h. wenn jemand einen Austausch im 3./4. Semester des Bachelor-Aufbaustudiums plant, wäre es sinnvoll, Modul 160 bereits im 1./2. Aufbaustudiums-Semester zu belegen. Laut Auskunft von Frau Strobl ist es inhaltlich durchaus möglich, das Modul „150 Psychologische Methoden – Einführung in die rechnergestützte Datenauswertung“ zeitgleich mit dem Modul 160 zu absolvieren. Durch die individuelle Studienberatung kann im Einzelfall ausserdem die Abfolgeregelung von „157 Experimentalpsychologisches Praktikum“ und Modul 160 aufgehoben werden.
    Wenn ihr also ein Auslandssemester plant, empfehlen wir euch dringend, die Studienberatung aufzusuchen. So lässt sich verhindern, dass ihr trotz eures Engagements ein Jahr länger studieren müsst (oder dürft).

Weitere aktuelle Informationen rund ums Thema Mobilität und Auslandsemester findest du auf der Website vom Psychologischen Institut: http://www.psychologie.uzh.ch/studium/mobilitaet.html

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