Hochschulpolitik verstehen

Die Universität Zürich (UZH) ist eine demokratisch organisierte Institution. Studierende haben auf verschiedenen Ebenen Mitspracherechte und können aktiv an Entscheidungsprozessen teilnehmen. Hochschulpolitik bezeichnet genau diese Strukturen und Prozesse, über die Studium, Lehre und Organisation der Universität mitgestaltet werden.

Zentrale Organe

Auf der untersten Ebene stehen die Lehrstühle, die von Professorinnen und Professoren geleitet werden. Sie bestehen aus wissenschaftlichen Mitarbeitenden, administrativem Personal und Doktorierenden.

Darüber liegt das Psychologische Institut. Hier werden die meisten Entscheidungen getroffen, die direkt dein Studium betreffen, zum Beispiel zum Lehrangebot, zu Prüfungen und zu Ressourcen. Das Institut ist daher die wichtigste Anlaufstelle für Studierende im Alltag.

Das Psychologische Institut ist Teil der Philosophischen Fakultät. Die Fakultät koordiniert mehrere Institute und ist unter anderem zuständig für Studienordnungen, Prüfungsreglemente und die Verteilung von Stellen.

Über den Fakultäten steht die Universitätsleitung, bestehend aus Rektorat und Prorektoraten. Sie ist verantwortlich für die strategische Führung der gesamten Universität, zum Beispiel für Budgetplanung, langfristige Entwicklung oder neue Studiengänge.

Für Studierende sind die wichtigsten Ansprechpersonen meist auf Institutsebene:

Interessensgruppen

Die UZH wird demokratisch geführt. Das bedeutet, dass das Institut von den Professorinnen und Professoren sowie den vier Ständen gemeinsam geleitet wird.

Die Interessensgruppen im Überblick:

  1. Professorinnen und Professoren – alle ordentlichen, ausserordentlichen, Assistenz- und Förderungsprofessor:innen des Instituts.
  2. Stand derStand der Fortgeschrittene Forschende und Lehrende: wissenschaftliche Mitarbeitende und externe Lehrpersonen.
  3. Stand desStand des Wissenschaftlichen Nachwuchs: Doktorierende, Postdocs, Assistierende und Oberassistierende, die aktiv forschen, unterrichten und Bachelor- sowie Masterarbeiten betreuen.
  4. Stand der Stand der Studierenden: alle Bachelor- und Masterstudierenden des Psychologischen Instituts.
  5. Stand desStand des Administratives und technisches Personal: unterstützt Forschung und Lehre und sorgt für den reibungslosen Betrieb des Instituts.

So bringt jede Gruppe ihre Perspektive ein und beteiligt sich an wichtigen Entscheidungen im Institut.

Institutsversammlung

Die Institutsversammlung vermutlich das wichtigste Gremium im Institut. Hier kommen verschiedene Gruppen zusammen und entscheiden über zentrale Themen.

Sie schlägt zum Beispiel vor, wer das Institut leiten soll, und wirkt bei wichtigen Regeln mit. Ausserdem plant sie die Zukunft des Instituts, etwa neue Professuren oder Veränderungen in der Struktur.

Auch die Lehre wird hier mitgestaltet: Die Versammlung legt die Semesterplanung fest. Zusätzlich entscheidet sie bei bestimmten Professuren mit und wählt Kommissionen. So sorgt die Institutsversammlung dafür, dass das Institut gut funktioniert und sich weiterentwickelt.

Die Institutsversammlung vereint verschiedene Gruppen des Instituts. So werden wichtige Entscheidungen gemeinsam getragen.

Sie besteht aus allen Professorinnen und Professoren des Instituts. Dazu gehören ordentliche und ausserordentliche Professor:innen sowie Assistenz- und Förderungsprofessor:innen.

Ergänzt wird die Versammlung durch gewählte Delegierte aus weiteren Gruppen:

  • 1 Person aus dem Stand «fortgeschrittene Forschende und Lehrende»
  • 5 Personen aus dem Stand «wissenschaftlicher Nachwuchs»
  • 5 Personen aus dem Stand «Studierende»
  • 3 Personen aus dem Stand «administratives und technisches Personal»

So sind alle wichtigen Perspektiven im Institut vertreten.

Institutsleitung

Die Institutsleitung sorgt dafür, dass das Psychologische Institut strategisch geführt und gut organisiert wird.

  • Institutsdirektor: Verantwortlich für die strategische Leitung, Budget, Ressourcenzuteilung, Lehrstuhlplanung und Berufungsverhandlungen. Er vertritt das Institut gegenüber Fakultät, Universitätsleitung und Öffentlichkeit, leitet die Institutsversammlung und ist für Daten- und Informationssicherheit zuständig.
  • Stellvertretender Institutsdirektor / Programmdirektor: Zuständig für Konzeption, Entwicklung und Qualität der Bachelor- und Masterprogramme, Vorsitzender des Programmausschusses und Ansprechpartner des Studiendekanats.
  • Geschäftsführung: Unterstützt den Institutsdirektor, verwaltet die finanziellen, personellen und infrastrukturellen Ressourcen und leitet die Zentralen Dienste.
  • Programmkoordination: Unterstützt den Programmdirektor und organisiert die Bachelor- und Masterstudienprogramme.

So stellen diese Rollen sicher, dass das Institut effizient arbeitet und Lehre, Forschung und Verwaltung gut miteinander verzahnt sind.

Rolle und Aktivitäten der Studentenvereine

Studentenvereine vertreten die Interessen der Psychologiestudierenden gegenüber Institut, Fakultät und Universität.

Studentenvereine sind in der Regel demokratisch organisiert:

  • Wichtige Entscheidungen werden in Sitzungen und Versammlungen getroffen.
  • Inhalte werden oft in Arbeitsgruppen innerhalb des Vereins vorbereitet.
  • Für langfristige oder wiederkehrende Aufgaben gibt es fixe Strukturen (dauerhafte Arbeitsgruppen).

Unsere Organisation findes du hier.

Beispiele für typische Bereiche:

  • Lehre und Prüfungen
  • Studienbedingungen
  • Events
  • Kommunikation mit Institut und Fakultät

Mithilfe solcher Strukturen bringen Fachvereine Anliegen direkt in die offiziellen Gremien der UZH ein. Studierende können so konkret Einfluss auf ihr Studium nehmen, nicht nur durch Feedback, sondern durch formale Mitbestimmung.